Neuer atherosklerose-impfstoff gibt vielversprechende ergebnisse


Neuer atherosklerose-impfstoff gibt vielversprechende ergebnisse

Eine neue Studie von Forschern an der schwedischen medizinischen Universität Karolinska Institutet zeigt, dass die T-Zellen der Immunabwehr das "schlechte" LDL-Cholesterin angreifen und dadurch eine Entzündung verursachen können, die zur Atherosklerose führt. Durch die Herstellung eines Impfstoffs gegen die T-Zell-Rezeptoren haben die Forscher es geschafft, die Entwicklung der Atherosklerose bei Tieren zu hemmen. Die Studie wird online in der renommierten Zeitschrift präsentiert Journal of Experimental Medicine Und wird voraussichtlich von erheblicher Bedeutung für die zukünftige Behandlung von Atherosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall sein.

Cholesterin wird im Blut in LDL-Partikeln transportiert, die eine Art Fettabfälle sind, die sich in den Wänden von Blutgefäßen ansammeln können. LDL aktiviert die Immunabwehr und löst eine Entzündung in den Blutgefäßen, die zur Atherosklerose führt (auch bekannt als Arteriosklerose). Wenn die atherosklerotische Plakette endlich zerbricht, entsteht ein Blutgerinnsel, das wiederum einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verursachen kann.

Es wurde vorher angenommen, dass die Entzündung in den Blutgefäßen entsteht, wenn die T-Zellen auf oxidierte LDL-Partikel reagieren, die sich in der atherosklerotischen Plaque befinden. Nun aber hat das Team von Karolinska Institutet festgestellt, dass das Gegenteil zutreffend ist, nämlich dass die T-Zellen auf Komponenten in den normalen LDL-Partikeln reagieren und dass sie LDL nicht mehr erkennt, sobald sie oxidiert worden sind.

"Da Reaktionen auf LDL gefährlich sein können, werden T-Zellen normalerweise durch hemmende Signale in Schach gehalten", sagt Professor Göran K Hansson, der die Studie leitete. "Die körpereigene Kontrolle funktioniert gut, solange die LDL das Blut, die Leber hält Und Lymphdrüsen, aber wenn es sich in der Arterienwand ansammelt, ist diese Hemmung nicht mehr genug, die T-Zellen werden aktiviert und entsteht eine Entzündung."

Gemeinsam mit seiner Forschungsgruppe im Karolinska Institutet stellt er nun ein neues Prinzip zur Hemmung der Atherosklerose vor. Die Impfung gegen den Rezeptor, den die T-Zellen zur Erkennung von LDL verwenden, kann die Immunreaktion blockieren und die Erkrankung um 60 bis 70 Prozent reduzieren. Der Impfstoff wurde erfolgreich an Tieren getestet und die Forscher hoffen nun, ob sie zu einer Behandlung für Patienten mit hohem Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall entwickelt werden können.

Die Forscher glauben auch jetzt, dass ihre Ergebnisse erklären, warum Antioxidantien sind ineffektiv gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wenn sie in großen klinischen Studien getestet wurden.

"Wenn man Antioxidantien einnimmt, verhindert man einfach die Oxidation von LDL", sagt Professor Hansson. "Es behält seine Fähigkeit, die T-Zellen zu aktivieren, und so kann die Entzündung in den Blutgefäßen zunehmen Hatte gehofft."

Göran K Hansson ist Professor für experimentelle Herz-Kreislauf-Wissenschaft am Institut für Medizin, Solna, Karolinska Institutet. Er und seine Gruppe arbeiten am Zentrum für Molekulare Medizin am Karolinska Universitätsklinikum Solna.

Publikation: "Inhibition der T-Zell-Antwort auf natives Low-Density-Lipoprotein reduziert die Atherosklerose", Andreas Hermansson, Daniel F. J. Ketelhuth, Daniela Strodthoff, Marion Wurm, Emil M. Hansson, Antonino Nicoletti, Gabrielle Paulsson-Bern & Göran K. Hansson, Journal of Experimental Medicine , Online 3. Mai 2010, doi: 10.1084 / jem.20092243.

Quelle:

Karolinska Institutet

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