Nierenkrebs droge greift auch andere krebsarten an


Nierenkrebs droge greift auch andere krebsarten an

Von der Erforschung der chemischen Effekte von Hunderten von Drogen auf Zellsignalwege hat ein Forscherteam entdeckt, dass Axitinib - ein Medikament, das für die Behandlung von Nierenkrebs zugelassen ist - auch andere Krebsarten über einen anderen Weg angreifen kann.

Die Entdeckung ist ein Beispiel aus dem wachsenden Bereich der Drogen-Wiederverwertung, die untersucht, ob Medikamente bereits genehmigt, um eine Bedingung zu behandeln könnte auch sicher und wirksam gegen eine andere Bedingung.

Die Studie, die von Forschern der Klinischen Fakultät an der Universität Bergen in Norwegen geführt wurde, Proceedings der Nationalen Akademie der Wissenschaften Und es gibt einen Kommentar zur Entdeckung des "nützlichen Off-Target-Effekts" in der Zeitschrift Wissenschaft Signalisierung .

Die Entdeckung stammt aus einem wachsenden Forschungsgebiet namens Drogen-Repurposing, die untersucht, ob Medikamente bereits genehmigt, um eine Krankheit oder Zustand zu behandeln sind wirksam und sicher für die Behandlung von anderen Krankheiten.

Das Feld wächst aus einer Reihe von Gründen. Eines ist, dass es viel Zeit, Mühe und Kosten braucht, um eine brandneue Droge zu entwickeln, oft mehr als 14 Jahre. Drug Repurposing kann diese deutlich reduzieren.

Viele für andere Verwendungen zugelassene Verbindungen wurden bereits beim Menschen getestet, so dass detaillierte Kenntnisse über ihre Sicherheit und wie sie den Körper in verschiedenen Dosen beeinflussen, bereits vorhanden ist. Dies beschleunigt ihre Reise zur klinischen Anwendung durch klinische Studien und Überprüfung durch Drogenregulatoren.

Ein weiterer Grund dafür, dass die Arzneimittelwiederherstellung in der Arzneimittelentwicklung mehr Aufmerksamkeit erregt, liegt an der zunehmenden Kenntnis darüber, wie Krankheiten entstehen und auf molekularer Ebene fortschreiten. Dies bietet beispiellose Möglichkeiten für das Studium von Verbindungen, die auf molekulare Wege ausgerichtet sind - auch in Arzneimitteln, die bereits für die klinische Anwendung zugelassen sind.

Team mapped 500 bekannte Drogen

Die Forscher der Universität Bergen unter der Leitung von Prof. Karl-Henning Kalland haben seit vielen Jahren nach Verbindungen gesucht, die die chemischen Signale blockieren, die das Wachstum und die Ausbreitung von Krebszellen fördern.

Es war während einer bestimmten Suche - wo sie die Chemie von 500 bekannten Medikamenten abgebildet -, dass sie eine bisher unbekannte Wirkung der Nierenkrebs Medikament Axitinib entdeckt.

Axitinib ist für den Einsatz als "Tyrosinkinase-Inhibitor" zugelassen, der die Auslösung der Angiogenese blockiert - die Erzeugung neuer Blutgefäße, auf die sich die Tumoren stützen.

Die neue Studie zeigt, dass Axitinib einen nützlichen Off-Target-Effekt hat, indem es auch eine Art von "Wnt-Signalisierung" Zellkommunikationsweg ausklopft, der die Zellen dazu bringt, zu mutieren.

Da etwa 90 Prozent aller Krebs aus Mutationen in Zellen entstehen, glauben die Forscher, dass Axitinib gegen verschiedene Formen der Erkrankung wirksam sein könnte, einschließlich Brust-, Prostata- und Darmkrebserkrankungen.

Potenzial für die Kombination mit Immuntherapie

Das Team entdeckte auch eine Handvoll anderer vielversprechender Kandidaten, die sie weiter testen und hoffen, bald zu berichten.

Die off-target-Effekte - wie z. B. die Blockierung von Signalisierungsmechanismen - bedeuten nicht zwangsläufig, dass diese Verbindungen ausreichen werden, um den jeweiligen Krebs zu behandeln, wie Prof. Kalland erklärt:

"Das Klopfen dieser Mechanismen wird nicht Krebs allein heilen, sondern ein Beitrag im Kampf gegen Krebs sein. Krebs muss mit einer kombinierten Strategie besiegt werden."

Im Fall von Axitinib glaubt Prof. Kalland, dass die Wirkung, die seine Gruppe entdeckt hat, in Kombination mit der Immuntherapie verwendet werden könnte.

Immuntherapie ist eine Art von Krebsbehandlung entwickelt, um die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken, um die Krankheit zu bekämpfen.

Es ist ein sehr interessanter Zufall, dass der spezifische Signalweg, der angegriffen wird, beide zu einer Blockierung der Krebszellen führt und die Aktivierung von Immunzellen stimuliert und einen großen Synergieeffekt erzeugt. Diese Synergie soll weiter verfolgt werden."

Prof. Karl-Henning Kalland

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